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wsd:selbststaendiges_leben:themenfeld:theorien_lernen:wissen

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wsd:selbststaendiges_leben:themenfeld:theorien_lernen:wissen [2026/01/20 09:02] – [Skripte] gromer-adminwsd:selbststaendiges_leben:themenfeld:theorien_lernen:wissen [2026/04/15 13:48] (current) rauner
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-=======Wissensrepräsentationen====== +======Wissensrepräsentationen=======
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-Zitiervorschlag: Kopp, S. (2026). Wissenrepräsentation. Abgerufen unter URL: https://wsd-bw.de/doku.php?id=wsd:selbststaendiges_leben:themenfeld:theorien_lernen:wissen, [[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode|CC BY-SA 4.0]]+
  
 +Zitiervorschlag: Kopp, S. (2026). "Wissensrepräsentationen". Abgerufen unter URL: https://wsd-bw.de/doku.php?id=wsd:selbststaendiges_leben:themenfeld:theorien_lernen:wissen
  
 Erkenntnisse über die Art und Weise, wie Personen Wissen speichern, bilden eine Grundlage, wie Wissen dargeboten und wiederholt werden sollte, damit sich Konzepte und Begriffe bilden können. Erkenntnisse über die Art und Weise, wie Personen Wissen speichern, bilden eine Grundlage, wie Wissen dargeboten und wiederholt werden sollte, damit sich Konzepte und Begriffe bilden können.
  
-Wissensrepräsentationen beziehungsweise Konzepte und Begriffe dienen dazu, die Welt zu ordnen. Das Denken in Begriffen und Konzepten, die die reale Welt repräsentieren, erleichtert das Handeln und die Aufnahme und Verknüpfung von neuen Inhalten. Hinzukommt, dass verschiedene Formen der Verarbeitung und Speicherung von Informationen verschiedene Areale im Gehirn aktivieren. Sind in Teilen des Gehirns strukturelle Schädigungen vorhanden oder funktionale Aufgaben nicht mehr möglich, kann das eventuell ganz, meist aber nur teilweise, kompensiert werden durch andere Formen der Speicherung oder veränderte Umweltfaktoren. +Wissensrepräsentationenbeziehungsweise Konzepte und Begriffe dienen dazu, die Welt zu ordnen. Das Denken in Begriffen und Konzepten, die die reale Welt repräsentieren, erleichtert das Handeln und die Aufnahme und Verknüpfung von neuen Inhalten.  
 +Hinzu kommt, dass verschiedene Formen der Verarbeitung und Speicherung von Informationen verschiedene Areale im Gehirn aktivieren. Sind in Teilen des Gehirns strukturelle Schädigungen vorhanden oder funktionale Aufgaben nicht mehr möglich, kann das eventuell ganz, meist aber nur teilweise, kompensiert werden durch andere Formen der Speicherung oder veränderte Umweltfaktoren. 
  
 In der Kognitiven Psychologie gibt es verschiedene Ideen, wie Wissen repräsentiert wird. Das sollen die drei folgenden Grundannahmen verdeutlichen. In der Kognitiven Psychologie gibt es verschiedene Ideen, wie Wissen repräsentiert wird. Das sollen die drei folgenden Grundannahmen verdeutlichen.
  
-1. Zum einen gibt es Belege dafür, dass sich Wissen in **Netzwerken** abbildet; zum anderen können **Schemata und Skripte** Formen der Wissensrepräsentation sein.\\ +1. Zum einen gibt es Belege dafür, dass sich Wissen in Netzwerken abbildet; zum anderen können Schemata und Skripte Formen der Wissensrepräsentation sein.  
-2. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeiten, **Prototypen** zu speichern oder sich abstrakte Ideen zu merken und diese auf konkrete Situationen anzuwenden.\\ + 
-3. Ein weiterer Aspekt ist, dass Repräsentationen in **verschiedenen Modalitäten** abgebildet sind (beispielsweise motorisch, visuell oder verbal)\\  +2. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeiten, Prototypen zu speichern oder sich abstrakte Ideen zu merken und diese auf konkrete Situationen anzuwenden. 
-  *Wir können so beispielsweise visuelle Informationen über Bewegungen in motorische Bewegungen übertragen. Das ist die Multimodalhypothese.\\+ 
 +3. Ein weiterer Aspekt ist, dass Repräsentationen in verschiedenen Modalitäten abgebildet sind (beispielsweise motorisch, visuell oder verbal) 
 +  *Wir können so beispielsweise visuelle Informationen über Bewegungen in motorische Bewegungen übertragen. Das ist die Multimodalhypothese.
   *Die amodale Hypothese besagt, dass eine visuelle Information zunächst in eine abstrakte Bedeutung konvertiert wird und erst dann motorisch umgesetzt werden kann.   *Die amodale Hypothese besagt, dass eine visuelle Information zunächst in eine abstrakte Bedeutung konvertiert wird und erst dann motorisch umgesetzt werden kann.
  
 Alle drei Annahmen aktivieren verschiedene Regionen im Gehirn und werden von Personen in verschiedener Weise und bei verschiedenen Inhalten angewandt. Alle drei Annahmen aktivieren verschiedene Regionen im Gehirn und werden von Personen in verschiedener Weise und bei verschiedenen Inhalten angewandt.
  
-Die kognitive Psychologie nimmt an, dass Menschen alle drei Strategien für unterschiedliche Inhalte oder situativ abhängig anwenden. Pädagogisch bedeutsam sind alle Grundannahmen dahingehend, dass zum einen Informationen in verschiedener Weise dargeboten und elaboriert werden sollten und dass zum anderen Lerntechniken vermittelt und wechselnde Methoden angeboten werden sollten. +Die Kognitive Psychologie nimmt an, dass Menschen alle drei Strategien für unterschiedliche Inhalte oder situativ abhängig anwenden. Pädagogisch bedeutsam sind alle Grundannahmen dahingehend, dass zum einen Informationen in verschiedener Weise dargeboten und elaboriert werden sollten und dass zum anderen Lerntechniken vermittelt und wechselnde Methoden angeboten werden sollten.  
 Zentral für die Ausbildung von Mustern und Strukturen sind letztlich die Netzwerkstrukturen, Schemata und Skripte. Zentral für die Ausbildung von Mustern und Strukturen sind letztlich die Netzwerkstrukturen, Schemata und Skripte.
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 =====Netzwerkstrukturen: Propositionale Repräsentationen und semantische Netzwerke===== =====Netzwerkstrukturen: Propositionale Repräsentationen und semantische Netzwerke=====
  
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 Der Satz "Personen merken sich visuelle Informationen leichter, wenn es Grafiken und Bilder sind." könnte folgendes propositionales Netzwerk sein: Der Satz "Personen merken sich visuelle Informationen leichter, wenn es Grafiken und Bilder sind." könnte folgendes propositionales Netzwerk sein:
  
-{{ wsd:selbststaendiges_leben:themenfeld:theorien_lernen:grafik_propositionales-netzwerk.png?400 |}}+{{ wsd:selbststaendiges_leben:themenfeld:theorien_lernen:grafik_propositionales-netzwerk.png?700 |}}
 Zitiervorschlag: Grafik "Beispiel eines propositionalen Netzwerks" von Kopp, S. (2026). Abrufbar unter URL: https://wsd-bw.de/lib/exe/fetch.php?cache=&media=wsd:selbststaendiges_leben:themenfeld:theorien_lernen:grafik_propositionales-netzwerk.png, [[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode|CC BY-SA 4.0]] Zitiervorschlag: Grafik "Beispiel eines propositionalen Netzwerks" von Kopp, S. (2026). Abrufbar unter URL: https://wsd-bw.de/lib/exe/fetch.php?cache=&media=wsd:selbststaendiges_leben:themenfeld:theorien_lernen:grafik_propositionales-netzwerk.png, [[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode|CC BY-SA 4.0]]
  
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 {{tablelayout?colwidth="200px,700px"}} {{tablelayout?colwidth="200px,700px"}}
 ^Szene^Aktivitäten^ ^Szene^Aktivitäten^
-|Szene 1 Auftrag erhalten|Schüler hört Zielsetzung.\\ Schüler liest Auftrag auf dem  Arbeitsblatt.\\ Schüler erfragt die möglichen Quellen. | +|1Auftrag erhalten|Schüler hört Zielsetzung.\\ Schüler liest Auftrag auf dem  Arbeitsblatt.\\ Schüler erfragt die möglichen Quellen. | 
-|Szene 2 Quellen sichten|Schüler sucht im Internet.\\ Schüler sucht die entsprechenden Buchseiten heraus.\\ Schüler liest die Texte. | +|2Quellen sichten|Schüler sucht im Internet.\\ Schüler sucht die entsprechenden Buchseiten heraus.\\ Schüler liest die Texte. | 
-|Szene 3 Informationen festhalten und ordnen |Schüler macht sich Stichpunkte auf einem Blatt.\\ Schüler sortiert die Stichpunkte den Aufgaben auf dem Arbeitsblatt zu.\\ Schüler sucht passende Bilder aus.\\ Schüler druckt passende Bilder aus. | +|3Informationen festhalten und ordnen |Schüler macht sich Stichpunkte auf einem Blatt.\\ Schüler sortiert die Stichpunkte den Aufgaben auf dem Arbeitsblatt zu.\\ Schüler sucht passende Bilder aus.\\ Schüler druckt passende Bilder aus. | 
-|Szene 4 Informationen präsentieren |Schüler überträgt seine Informationen auf ein Plakat.\\ Schüler gestaltet das Plakat mit den Bildern.\\ Schüler übt seinen Vortrag.\\ Schüler trägt vor der Klasse vor.|+|4Informationen präsentieren |Schüler überträgt seine Informationen auf ein Plakat.\\ Schüler gestaltet das Plakat mit den Bildern.\\ Schüler übt seinen Vortrag.\\ Schüler trägt vor der Klasse vor.|
  
 Das Zusammenwirken von Netzwerkstrukturen, Schemata und das Entwickeln von Skripten ermöglicht es, Konzepte und Routinen zu bilden. Das entlastet das Arbeitsgedächtnis und eröffnet eine sichere Alltagsgestaltung und das Aufnehmen neuer Informationen oder den Umgang mit überraschenden Situationen. Das Zusammenwirken von Netzwerkstrukturen, Schemata und das Entwickeln von Skripten ermöglicht es, Konzepte und Routinen zu bilden. Das entlastet das Arbeitsgedächtnis und eröffnet eine sichere Alltagsgestaltung und das Aufnehmen neuer Informationen oder den Umgang mit überraschenden Situationen.
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-====Literatur====+=====Literatur=====
  
 Anderson, J.R. (2013). Kognitive Psychologie. 7. Auflage. Heidelberg: Springer. Anderson, J.R. (2013). Kognitive Psychologie. 7. Auflage. Heidelberg: Springer.
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 Jungbauer, J. (2017). Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters. Weinheim: Beltz-Juventa. Jungbauer, J. (2017). Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters. Weinheim: Beltz-Juventa.
  
-Lohaus, A.Vierhaus, M. (2019). Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters. 4. Auflage. Heidelberg: Springer.+Lohaus, A. Vierhaus, M. (2019). Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters. 4. Auflage. Heidelberg: Springer.
  
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 +Layout und Gestaltung: Christian Albrecht, Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) Baden-Württemberg
  
wsd/selbststaendiges_leben/themenfeld/theorien_lernen/wissen.1768896120.txt.gz · Last modified: 2026/01/20 09:02 by gromer-admin