wsd:selbststaendiges_leben:themenfeld:theorien_lernen:wissen
Differences
This shows you the differences between two versions of the page.
| Both sides previous revisionPrevious revisionNext revision | Previous revision | ||
| wsd:selbststaendiges_leben:themenfeld:theorien_lernen:wissen [2026/01/20 09:09] – gromer-admin | wsd:selbststaendiges_leben:themenfeld:theorien_lernen:wissen [2026/04/15 13:48] (current) – rauner | ||
|---|---|---|---|
| Line 1: | Line 1: | ||
| - | =======Wissensrepräsentationen====== | + | ======Wissensrepräsentationen======= |
| - | + | ||
| - | Zitiervorschlag: | + | |
| + | Zitiervorschlag: | ||
| Erkenntnisse über die Art und Weise, wie Personen Wissen speichern, bilden eine Grundlage, wie Wissen dargeboten und wiederholt werden sollte, damit sich Konzepte und Begriffe bilden können. | Erkenntnisse über die Art und Weise, wie Personen Wissen speichern, bilden eine Grundlage, wie Wissen dargeboten und wiederholt werden sollte, damit sich Konzepte und Begriffe bilden können. | ||
| - | Wissensrepräsentationen beziehungsweise Konzepte und Begriffe dienen dazu, die Welt zu ordnen. Das Denken in Begriffen und Konzepten, die die reale Welt repräsentieren, | + | Wissensrepräsentationen, beziehungsweise Konzepte und Begriffe dienen dazu, die Welt zu ordnen. Das Denken in Begriffen und Konzepten, die die reale Welt repräsentieren, |
| + | Hinzu kommt, dass verschiedene Formen der Verarbeitung und Speicherung von Informationen verschiedene Areale im Gehirn aktivieren. Sind in Teilen des Gehirns strukturelle Schädigungen vorhanden oder funktionale Aufgaben nicht mehr möglich, kann das eventuell ganz, meist aber nur teilweise, kompensiert werden durch andere Formen der Speicherung oder veränderte Umweltfaktoren. | ||
| In der Kognitiven Psychologie gibt es verschiedene Ideen, wie Wissen repräsentiert wird. Das sollen die drei folgenden Grundannahmen verdeutlichen. | In der Kognitiven Psychologie gibt es verschiedene Ideen, wie Wissen repräsentiert wird. Das sollen die drei folgenden Grundannahmen verdeutlichen. | ||
| - | 1. Zum einen gibt es Belege dafür, dass sich Wissen in **Netzwerken** abbildet; zum anderen können | + | 1. Zum einen gibt es Belege dafür, dass sich Wissen in Netzwerken abbildet; zum anderen können Schemata und Skripte Formen der Wissensrepräsentation sein. |
| - | 2. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeiten, | + | |
| - | 3. Ein weiterer Aspekt ist, dass Repräsentationen in **verschiedenen Modalitäten** abgebildet sind (beispielsweise motorisch, visuell oder verbal): | + | 2. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeiten, |
| - | *Wir können so beispielsweise visuelle Informationen über Bewegungen in motorische Bewegungen übertragen. Das ist die Multimodalhypothese.\\ | + | |
| + | 3. Ein weiterer Aspekt ist, dass Repräsentationen in verschiedenen Modalitäten abgebildet sind (beispielsweise motorisch, visuell oder verbal). | ||
| + | *Wir können so beispielsweise visuelle Informationen über Bewegungen in motorische Bewegungen übertragen. Das ist die Multimodalhypothese. | ||
| *Die amodale Hypothese besagt, dass eine visuelle Information zunächst in eine abstrakte Bedeutung konvertiert wird und erst dann motorisch umgesetzt werden kann. | *Die amodale Hypothese besagt, dass eine visuelle Information zunächst in eine abstrakte Bedeutung konvertiert wird und erst dann motorisch umgesetzt werden kann. | ||
| Alle drei Annahmen aktivieren verschiedene Regionen im Gehirn und werden von Personen in verschiedener Weise und bei verschiedenen Inhalten angewandt. | Alle drei Annahmen aktivieren verschiedene Regionen im Gehirn und werden von Personen in verschiedener Weise und bei verschiedenen Inhalten angewandt. | ||
| - | Die kognitive | + | Die Kognitive |
| Zentral für die Ausbildung von Mustern und Strukturen sind letztlich die Netzwerkstrukturen, | Zentral für die Ausbildung von Mustern und Strukturen sind letztlich die Netzwerkstrukturen, | ||
| - | |||
| ---- | ---- | ||
| - | |||
| =====Netzwerkstrukturen: | =====Netzwerkstrukturen: | ||
| Line 78: | Line 79: | ||
| {{tablelayout? | {{tablelayout? | ||
| ^Szene^Aktivitäten^ | ^Szene^Aktivitäten^ | ||
| - | |Szene 1 Auftrag erhalten|Schüler hört Zielsetzung.\\ Schüler liest Auftrag auf dem Arbeitsblatt.\\ Schüler erfragt die möglichen Quellen. | | + | |1: Auftrag erhalten|Schüler hört Zielsetzung.\\ Schüler liest Auftrag auf dem Arbeitsblatt.\\ Schüler erfragt die möglichen Quellen. | |
| - | |Szene 2 Quellen sichten|Schüler sucht im Internet.\\ Schüler sucht die entsprechenden Buchseiten heraus.\\ Schüler liest die Texte. | | + | |2: Quellen sichten|Schüler sucht im Internet.\\ Schüler sucht die entsprechenden Buchseiten heraus.\\ Schüler liest die Texte. | |
| - | |Szene 3 Informationen festhalten und ordnen |Schüler macht sich Stichpunkte auf einem Blatt.\\ Schüler sortiert die Stichpunkte den Aufgaben auf dem Arbeitsblatt zu.\\ Schüler sucht passende Bilder aus.\\ Schüler druckt passende Bilder aus. | | + | |3: Informationen festhalten und ordnen |Schüler macht sich Stichpunkte auf einem Blatt.\\ Schüler sortiert die Stichpunkte den Aufgaben auf dem Arbeitsblatt zu.\\ Schüler sucht passende Bilder aus.\\ Schüler druckt passende Bilder aus. | |
| - | |Szene 4 Informationen präsentieren |Schüler überträgt seine Informationen auf ein Plakat.\\ Schüler gestaltet das Plakat mit den Bildern.\\ Schüler übt seinen Vortrag.\\ Schüler trägt vor der Klasse vor.| | + | |4: Informationen präsentieren |Schüler überträgt seine Informationen auf ein Plakat.\\ Schüler gestaltet das Plakat mit den Bildern.\\ Schüler übt seinen Vortrag.\\ Schüler trägt vor der Klasse vor.| |
| Das Zusammenwirken von Netzwerkstrukturen, | Das Zusammenwirken von Netzwerkstrukturen, | ||
| Line 87: | Line 88: | ||
| ---- | ---- | ||
| - | ====Literatur==== | + | =====Literatur===== |
| Anderson, J.R. (2013). Kognitive Psychologie. 7. Auflage. Heidelberg: Springer. | Anderson, J.R. (2013). Kognitive Psychologie. 7. Auflage. Heidelberg: Springer. | ||
| Line 93: | Line 94: | ||
| Jungbauer, J. (2017). Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters. Weinheim: Beltz-Juventa. | Jungbauer, J. (2017). Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters. Weinheim: Beltz-Juventa. | ||
| - | Lohaus, A., Vierhaus, M. (2019). Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters. 4. Auflage. Heidelberg: Springer. | + | Lohaus, A. & Vierhaus, M. (2019). Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters. 4. Auflage. Heidelberg: Springer. |
| + | ---- | ||
| + | Layout und Gestaltung: Christian Albrecht, Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) Baden-Württemberg | ||
wsd/selbststaendiges_leben/themenfeld/theorien_lernen/wissen.1768896580.txt.gz · Last modified: 2026/01/20 09:09 by gromer-admin