wsd:didaktisierung:situatives_handeln_ideensammlung:absehbare_risikofaktoren
Absehbare Risikosituationen entschärfen
| Ziel | Schutz aller Beteiligten vor einem situationsspezifischen Fehlverhalten, Aufbau eines in der Situation passenden Verhaltens. (TF 2, TF 3, TF 4, TF 6, TF 7, TF 8) |
|---|---|
| Kurzbeschreibung | Den Schüler in Risikosituationen in angemessene Aktivitäten verwickeln, ein mit einem Fehlverhalten unvereinbares (inkompatibles) Verhalten aufbauen. |
| Altersbereich | Alle Klassenstufen, insbesondere bei jüngeren Schülern häufig angebracht. |
| Anwendungsbereich | Situationen, in denen der Schüler erfahrungsgemäß häufig Fehlverhalten zeigt (z.B. längere Unterrichtsgespräche, Pausensituationen, auf dem Weg zur Sporthalle, …). |
| Mögliche Anwendungsprobleme und -voraussetzungen | Die ausgewählten Aktivitäten müssen den Schüler ansprechen und gleichzeitig unerwünschte Verhaltensweisen ausschließen. |
| Hinweise zur Durchführung | Planen Sie für Risikosituationen ablenkende Aktivitäten mit dem Schüler: 1. Finden Sie heraus, in welchen Situationen der Schüler häufig auf die vorhandenen Reize mit unerwünschtem Verhalten reagiert. 2. Finden Sie passende Aktivitäten für die betreffenden Situationen (z.B. nach einer zügigen Aufgabenbearbeitung, die „Wartezeit“ mit einem Puzzle überbrücken, während einer längeren Klassendiskussion Mandalas ausmalen, mit dem Lehrer gemeinsam und nicht alleine zur Sporthalle gehen, …) und besprechen Sie ggf. mit dem Schüler die Regeln für die Situationen. 3. Entwickeln Sie Aktivitätslisten für Risikosituationen und beziehen Sie nach Möglichkeit den Schüler mit ein (z.B. für die Busfahrt ins Schullandheim: „Welche Aktivitäten können wir im Bus durchführen, damit kein Streit untereinander entsteht?“). 4. Sprechen Sie mit dem Schüler über die neuen Aktivitäten zur Entschärfung bisheriger Risikosituationen, erinnern Sie ihn an die für die Situation geltenden Regeln. 5. Helfen Sie dem Schüler ggf., mit der Aktivität zu beginnen. 6. Widmen Sie dem Schüler regelmäßig Aufmerksamkeit, wenn er sich in geeigneter Form beschäftigt. Zeigen Sie Ihre Freude über das angemessene Verhalten durch Gestik, Mimik, …, loben Sie den Schüler, vermitteln Sie ihm Ihre Anerkennung für seine Leistung. |
Layout und Gestaltung: Philipp Staubitz, Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg, Abtl. Sonderpädagogik
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