Erkennen von Ängsten im Schulalltag
| Ziel | Erkennen von Leistungsängsten und sozialen Ängsten. |
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| Kurzbeschreibung | Die Vermutung, ein Schüler leide unter Leistungs- oder sozialer Angst, wird durch kriteriengeleitete Verhaltensbeobachtungen und Gespräche überprüft. |
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| Altersbereich | Anwendbar in jeder Klassenstufe. |
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| Anwendungsbereich | Geringe Beteiligung am Unterrichtsgeschehen, Vermeidung von freiwilligen sozialen Kontakten, Resignation bei Misserfolgen, Aufmunterungen und Anregungen zur Mitarbeit von Seiten der Lehrkraft zeigen immer weniger Wirkung. |
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| Mögliche Anwendungsprobleme und -voraussetzungen: | Ängste werden häufig nicht erkannt, weil sie schwer beobachtbar sind und andere Gründe für ein Verhalten oft als wahrscheinlicher angesehen werden. Machen Sie sich mit den Anzeichen von Leistungsangst und sozialer Angst vertraut. Achten Sie bei der Verhaltensbeobachtung gezielt auf einzelne ausgewählte Symptome. Beobachten Sie den Schüler über einen langen Zeitraum. |
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| Hinweise zur Durchführung |
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7.) Sich bei sozialen Anforderungen in der Schule und zu Hause verweigern.
- Wütendes oder resigniertes Verhalten, wenn ein Spiel misslingt oder soziale Aufgaben nicht bewältigt werden.
- Das Haus nicht verlassen wollen, sich nicht mit Freunden verabreden wollen.
- Sich von Bezugspersonen nicht trennen wollen, anhängliches Verhalten gegenüber vertrauten Personen.
- Sich keiner spielenden Kindergruppe anschließen wollen.
- Bauchschmerzen (vor und in der Schule), Übelkeit, Mundtrockenheit, Erröten, Erblassen, Einkoten (nachts, tagsüber).
Symptome von Leistungsangst
- Erröten bei Leistungsanforderungen, wie z.B. beim Vorlesen, beim Rechnen einer Aufgabe vor der Klasse.
- Geht ungern an die Tafel.
- Beteiligt sich ungern an Spielen, die Leistungen messen („Eckenrechnen“).
- Vermeidet oder verweigert Konkurrenzsituationen wie z.B. beim Sportunterricht (Wettlauf, Wettschwimmen), im Mathematikunterricht (Kopfrechenübungen) oder im Deutschunterricht (Tafeldiktat).
- Hat Bauchschmerzen vor Klassenarbeiten oder Testsituationen, klagt über Übelkeit vor, während und nach Leistungssituationen.
- Erbrechen vor der Schule oder in der Schule.
- Zittern der Hände, Nervosität, Nägelknabbern.
- Beteiligt sich selten an Unterrichtsgesprächen.
- Resigniert beim Misslingen einer Leistungsanforderung.
- Wirkt verzweifelt, niedergeschlagen beim Nichtbewältigen einer Aufgabe.
- Fängt an zu weinen, wenn eine Aufgabe nicht gelingt oder falsch gelöst ist.
- Versichert sich sehr häufig bei der Lehrkraft, ob die Aufgabe richtig ist.
- Körperliche Unruhe, Erblassen, Erröten, angespannte Gesichtszüge.
- Misserfolgserwartungshaltung in Leistungssituationen.
- Mangelnde Konzentration bei Leistungsanforderungen.
-Impulsives Verhalten bei Leistungsanforderungen.|