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Individuelle Fortschritte anerkennen

ZielErhalt und Steigerung der Motivation (TF 4), Wissen des Schülers über eigene Kenntnisse und Fertigkeiten (TF 3, TF 6), Schaffung von Erfolgserlebnissen.
Kurzbeschreibung Maßgeblich für die Leistungs- und/oder Verhaltensbeurteilung ist hier nicht die soziale Bezugsnorm (Mitschüler, Klassenstufe, …) sondern die individuelle Bezugsnorm, d.h. der Schüler erhält individuelle Rückmeldungen.
Altersbereich Alle Klassenstufen.
Anwendungsbereich Leistungsschwache oder besonders leistungsstarke Schüler.
Mögliche Anwendungsprobleme und -voraussetzungen: Der Lehrer muss dem Schüler das Prinzip verständlich erläutern. Ein Umdenken auf beiden Seiten ist notwendig, also eine Abkehr vom „Vergleich mit dem Durchschnitt.“ Der Lehrer sollte Zeit für zusätzliche Gespräche einplanen.
Hinweise zur Durchführung Zeigen Sie dem Schüler in einem Gespräch seinen momentanen Leistungs- und Entwicklungsstand auf (z.B. verbal, graphisch, …), sprechen Sie über den nächsten Entwicklungsschritt, legen Sie dafür den Zeitraum fest und machen Sie deutlich, wie der Schüler dies erreichen kann und woran er dies erkennt.

1. Sprechen Sie mit dem Schüler über seinen momentanen Leistungs- und Entwicklungsstand. Machen Sie im Gespräch deutlich, dass die Klasse im Leistungsstand und Verhalten heterogen ist und Sie bei einem Schüler ein bestimmtes Verhalten bereits voraussetzen und bei einem anderen dieses erst noch mit ihm erarbeiten müssen. Deshalb kann es dazu kommen, dass ein Schüler für ein bestimmtes Verhalten gelobt wird, ein anderer für dasselbe Verhalten keine besondere Anerkennung erfährt.

2. Legen Sie den nächsten Entwicklungsschritt oder die nächsten Lernziele und den zeitlichen Rahmen fest. Lassen Sie den Schüler die Ergebnisse des Gesprächs mit seinen eigenen Worten wiederholen. Stellen Sie sicher, dass der Schüler die Zielabsprache verstanden hat. Die getroffenen Absprachen können beispielsweise vertraglich festgeschrieben werden und/oder in Form eines Tokensystems abgebildet werden.

3. Informieren Sie die Klasse über die individuelle Abmachung mit dem Schüler (s. hierzu auch Punkt 1).

4. Geben Sie dem Schüler Rückmeldung, indem Sie direkt Bezug auf die Absprachen nehmen. Die Rückmeldung zum individuellen Fortschritt ist so darzustellen, dass der Schüler sie versteht.

5. Planen Sie gemeinsam mit dem Schüler den nächsten Entwicklungsschritt.

Layout und Gestaltung: Philipp Staubitz, Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg, Abtl. Sonderpädagogik

wsd/didaktisierung/situatives_handeln_ideensammlung/fortschritte_anerkennen.1627465176.txt.gz · Last modified: 2024/06/23 12:05 (external edit)